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Willkommen zum Centro Giacometti

È scomparso Ottorino Villatora

Stampa, 11.4.21 / Ottorino Villatora, classe 1928, profondo conoscitore di Augusto Giacometti, si è spento il primo ottobre del 2020. Per sua volontà i funerali sono avvenuti in un cerchio stretto di parenti e amici. La sua urna si trova al cimitero di Lugano. Nelle sue volontà ha voluto che si leggessero le sue “ultime parole” scritte nel maggio del 1996. Questo suo messaggio e l’omaggio del figlio Claudio Felix Villatora si trovano su www.villatora.ch

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Ausstellung „Die Gesichter von Soshana und Alberto Giacometti“



"Die Gesichter von Soshana und Alberto Giacometti" ist der Titel der im Salone des Centro Giacometti in Stampa vom 3. Juli bis zum 29. August 2021 eingerichteten Ausstellung. Die Veranstaltung zelebriert die unerwartete Begegnung zwischen Giacomettis unsichtbarer Präsenz und dem absoluten Pinselstrich von Soshana, einer österreichischen Malerin und Freundin des Schweizer Künstlers. Die ausgestellten Kunstwerke verdeutlichen die Verbindung zwischen den Bedeutungen des Gesichts der Erinnerung, der Abwesenheit und des Traumas, um eine Beziehung zwischen feministischer Theorie und phänomenologischer Ästhetik aufzuzeigen.

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Oppermann-Ausstellung «Wie es mich sehen liess»

In der Ausstellung «Wie es mich sehen liess» im Centro Giacometti im September – Oktober 2021 greift Matthias Oppermann ein zentrales Thema der Kunst Alberto Giacomettis auf: malen und gestalten, was der Künstler sieht. Der Psychoanalytiker führt Schlüsselmomente in der Biografie des Bergeller Künstlers auf und stellt diesen besonderen Ereignissen sich daraus ergebende Schlüsselwerke gegenüber, die Umsetzung in der Kunst also. Oppermann analysiert in diesem Ausstellungsteil schliesslich die theoretischen Grundlagen des «Sehens» bei Alberto Giacometti.

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Studientreffen zum alten Schützenhaus von Stampa

Stampa, 31.3.2021 / Heute hat das Centro Giacometti ein Arbeitstreffen mit italienischen Museumsszenografen organisiert, um die Möglichkeit zu prüfen, das alte Schützenhaus in Stampa als Raum für eine museale Erzählung zu nutzen. Im Januar 2021 hatte der Gemeindevorstand Bregaglia den Beschluss gefasst, dem Centro Giacometti das Gebäude für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.

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Visita dal Portogallo

Stampa, 31.3.2021 / Verónica de Mello, curatrice e Beatriz José, diplomata in relazioni internazionali, hanno visitato oggi Stampa alla scoperta della scultura “Occhi che non dormono” di Rui Chafes. Rappresentano la ditta Verónica de Mello Art Projects, un’agenzia internazionale di arte contemporanea che si occupa di curare e creare mostre ed eventi culturali. Lo scambio ha evidenziato l’importanza delle collaborazioni internazionali e la potenzialità dei progetti che abbracciano la storia dell’arte e l’arte contemporanea.

   

Das Projekt des Centro Giacometti in Stampa

 

In Stampa vollbrachten die Künstler der Familie Giacometti in der modernen Malerei ein Feuerwerk der Evolution. Wie geht aber ein kleines Bergdorf mit seinem einmaligen immateriellen Kulturerbe um? Diese Frage ist für Stampa nach wie vor aktuell, da man bisher den Weg zur respektvollen und zeitgemässen Würdigung von bedeutenden Persönlichkeiten noch nicht gefunden hat. Stampa ist Geburts-, Wohn- und Arbeitsort der Giacometti-Künstler.

Das Bergell, mit Castasegna, Bondo, Soglio, Borgonovo, Vicosoprano, Maloja und anderen hübschen Dörfern, dient heute hauptsächlich als Verbindungstrasse zwischen den Tourismushochburgen des Engadins und des Comersees. Die meisten Menschen, die hier durchfahren, finden aber heute nichts vor, was sie zum Anhalten bewegen würde. Das Bergtal hat also die Chance, seine Rolle als Gastgeber von kulturaffinen Wanderern aus der ganzen Welt neu zu entdecken.

Sein Schatz: ein bedeutendes Kapitel Kunstgeschichte der Moderne und eine gut erhaltene Kulturlandschaft. Es ist also naheliegend, den Gästen Geschichten zu erzählen und ihnen Wandererlebnisse zu bieten. Dabei sollen nicht Kunstwerke im Zentrum stehen, sondern die Künstler selbst. So kann man auf der Herzensebene Gäste begeistern.

Der berühmteste aller Giacomettis ist Alberto; an ihm müssen wir die Geschichte aufhängen. Wir sollen aber auch zu seinen Verwandten, Malern und Intellektuellen, kommen: zu seinem Vater Giovanni und zu dessen Cousin zweiten Grades Augusto, zu den Geschwistern Diego, Ottilia und Bruno, zur Mutter Annetta, zum Cousin Zaccaria.

Wir müssen aber noch weiter gehen und bis zum Geheimnis vorstossen, das den Aufstieg Albertos zum Weltkünstler überhaupt ermöglichte: also auch über die gewöhnlichen Menschen des Bergells sprechen, die - aus der Not heraus und in weiser Voraussicht - ihre Kinder seit dem 18. Jahrhundert ausbildeten und sie in vielen Städten Europas hinausschickten. Dort wurden sie, mit Mut und Arbeit, als Zuckerbäcker, Cafetiers und Kleinhändler erfolgreich. Und entdeckten dabei neue Kulturen und lernten, kreativ zu sein.

Das Centro Giacometti wendet sich im Jahr 2020 also an die Gemeinde Bregaglia mit dem Angebot, das Projekt zur Vermittlung des Giacometti-Erbes in Angriff zu nehmen. Dabei wollen wir uns an die Vorstellung Alberto Giacomettis im Umgang mit seinem Nachlass in Stampa halten: die Sachen sollen da sein, ohne sie aber auf Anhieb sehen zu können. In diesem Sinn äusserte er sich im Sommer 1965 gegenüber Paola Salvioni Martini, die ihn hier besuchte: «Als Mutter starb, hätte ich am liebsten ein Loch in den Garten gegraben und alles hineingeworfen, die Möbel, die Bilder. Es gab keinen Grund mehr, die Dinge so zu lassen wie sie sind, oder?! Am liebsten hätte ich ein riesiges Loch gemacht, vielleicht auch betoniert, damit die Dinge erhalten bleiben, aber so, dass niemand sie sieht! Weil ich keine Beziehung dazu habe, lasse ich die Dinge, die mich im Haus in Stampa umgeben, so wie sie sind.»

Wir wollen also das Giacometti-Universum im Mikrokosmus des Bergells nachwirken lassen und die bäuerliche Architektur eines ganzen Quartiers von Stampa zu Behältnissen von Wissen über sechs Vertreter der Künstlerfamilie umnutzen, gleichsam als würdig aufbewahrte historische Dokumentation aus der Zeit, in der die Künstler lebten. Es war Diego Giovanoli, der unser Vorhaben kürzlich so treffend formulierte. Damit wir besser verstehen, wie bedeutend es ist, die Entdeckerfreude und die Gestaltungslust der Kinder zu fördern, wie ein vielschichtiges und bedeutendes Werk entstand und weshalb viele Menschen heute noch an Giacometti-Persönlichkeiten anknüpfen.

Stampa, im Dezember 2019

Marco Giacometti, Präsident der Fondazione Centro Giacometti

 

Masterplan für das Centro Giacometti herunterladen (auf Italienisch)


Das Centro Giacometti besitzt keine Kunstwerke und organisiert auch keine Ausstellung mit Werken der Künstlerfamilie Giacometti.
Die grossen Sammlungen, die weltweit gezeigt werden, gehören der Fondation Alberto et Annette Giacometti in Paris und der Alberto Giacometti-Stiftung in Zürich.
Für die Authentifizierung von Werken, die möglicherweise von Alberto Giacometti geschaffen worden sind: Comité Giacometti in Paris kontaktieren.

   

Augusto-Biografie

Geschichte des Muretto

Alberto, neuer Fotoband

Leggere la Bregaglia

Zaccaria Giacometti

Frühgeschichte Bergell

Künstlerdynastie

 

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Statements

Eberhard W. Kornfeld

Danke für die liebenswürdige Betreuung bei unserem Besuch in Stampa am letzten Montag. Der ganze Tag war für uns ein grosses Erlebnis. Eure Konzeption für eine "Gedenkstätte" klingt gut und lässt sich hoffentlich realisieren.
Dr. Eberhard W. Kornfeld, Bern, 10.8.13