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Van Gogh und Giacometti: Durch Finsternis ins Licht

Stampa, 7.7.19 / Eine ungemein spannende Lesung erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer von Claudia Bertling Biaggini im Sekundarschulhaus in Stampa am Sonntagnachmittag. Erstmals stellt eine Kunsthistorikerin in einem Buch Alberto Giacometti und Vincent van Gogh gegenüber, von dem man wusste, dass er Albertos Vater Giovanni in seiner Malerei ungemein stark beeinflusst hatte. Und sie tut dies mit überraschenden Gegenüberstellungen, welche neue Facetten im Werk beider Künstler aufleuchten lassen.


In Stampa war die Präsentation ausgesprochen gut lokalisiert, findet sich hier das Atelier von Giovanni und Alberto Giacometti, in welchem ein Zitat van Goghs an der Wand steht und ein bemaltes Möbel an der einen Wand liegt. Die Paternität dessen Bemalung schien klar, bis Claudia Bertling Biaggini, en passant, nicht ein Fragezeichen setzte… was zweifellos eine Abklärung zur Folge haben wird.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der einer der beiden Künstler näher kennt, oder auch beide: die gewählten Parallelen schärfen den Blick auf beide Meister, die sich beide als gescheitert ansahen.

«Die Glut ihrer Kunst lodert dort weiter, wo der Betrachter im Angesicht des Dargestellten die Macht des Lichts spüren kann. Und von da aus springt der Funke über wie aus dem Feuerwerk ihrer Kunst. Ihre Figuren entstammen nämlich einem wunderbaren Feuer», so Claudia Bertling Biaggini in ihrem Nachwort. Und als Resümee: «Albertos Angst vor der Dunkelheit und subtiles Licht, Vincents Lichtrausch, und doch hatten sie einen ähnlich starken Antrieb und opferten sich für ihre Kunst, einer Kunst, für die sie durch das Feuer gingen.»

Zum Buch von Claudia Bertling Biaggini

 

Claudia Bertling Biaggini und Marco Giacometti anlässlich der Lesung vom 7. Juli 2019 in Stampa

Da ün Giacometti e l'altar

Giacometti Art Walk

Alberto, le fotografie

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Zaccaria Giacometti

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Linea Centro Giacometti

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Guido L. Luzzatto

Cosa potrebbe essere più gradevole, per la gente che ama l'arte in funzione della vita umana, che la visita di quelle abitazioni che non si sono trasformate in luoghi di memoria morti, ma che hanno conservato l'ambiente della vita dell'artista e che sono restate così come quando il pittore vi entrava e vi usciva?
Guido L. Luzzatto, in un articolo nella "Neue Bündner Zeitung" del 20 luglio 1954 intitolato "Visita nella casa nativa di Giovanni Giacometti"