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Die Steine Albertos im Lichte der Psychoanalyse

Stampa, 16.7.18 / Matthias Oppermann - Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker und Bildender Künstler – wird am kommenden 12. November im Rahmen der Reihe „Psychoanalytische Kunstbefragung“ in Berlin über „Giacometti und der unendliche Kampf um das Bild“ sprechen. Als Vorbereitung dazu besuchte er kürzlich Stampa. Dem Psychologen interessierten besonders die beiden Steine Albertos, die der Künstler in „Gestern Flugsand“ beschrieben hatte.


Karl – Abraham – Institut e.V., Berlin, Vortragsreihe im Literaturhaus Berlin e.V. WS 2018/2019 „Psychoanalytische Kunstbefragung“

Giacometti und der unendliche Kampf um das Bild
Von Matthias Oppermann

James Lord schildert in seinem Buch „Alberto Giacometti – Ein Porträt“ (1997), seine Sitzungen bei Giacometti als Modell. Er beschreibt dabei Giacomettis künstlerischen Prozess, der ständig zwischen Verzweiflung, Zerstörung, dem drohenden Verschwinden des Bildes auf der einen und Neubeginnen auf der anderen Seite hin und her pendelt. Viele, viele Male hat der Künstler das Porträt gemalt und wieder zerstört. Lord erkennt schliesslich: Das Porträt hatte als Porträt keine Bedeutung mehr. Selbst als Gemälde scheint es nicht viel zu bedeuten. Was Bedeutung hatte, was einzig da war und ein Eigenleben besass, war sein unermüdlicher, endloser Kampf...“ Wie in einem Wiederholungszwang muss der Künstler hier immer wieder etwas erschaffen, um es dann wieder zu zerstören, und kann dabei zu keinem Ende kommen. In dem Vortrag soll ausgehend von dem Text von J. Lord untersucht werden, was der künstlerische Prozess, der sich hier zu einer Dynamik von einem Beginnen, Zerstören und Wieder - Beginnen entwickelt hat, bedeutet und unbewusst beinhaltet. Auf dem Hintergrund der Überlegungen der britischen Psychoanalytikerin Marion Milner soll schliesslich der Frage nachgegangen werden, inwieweit der beschriebene Prozess nur wiederholt oder etwas Neues zu formen in der Lage ist.



Monolith von goldener Farbe, Matthias Oppermann, 2018, Aquarell auf Papier

 

Riesiger schwarzer Stein, Matthias Oppermann, 2018, Aquarell auf Papier

Da ün Giacometti e l'altar

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Il Centro Giacometti a Stampa, uno dei pochi progetti culturali importanti ancora possibili nel Cantone dei Grigioni, ha una reale chance di sostegno da parte del fondo di contributi della BCG. È però importante che il progetto sia diretto in modo professionale e che anche la regione sostenga questo progetto.
Alois Vinzens, CEO della Banca Cantonale Grigione, Coira, 3.6.10