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San Giorgio

Eine der beiden Kirchen von Stampa befindet sich direkt an der Hauptstrasse zwischen Stampa und Borgonovo. Die evangelische Kirche San Giorgio, ein einfacher und schlichter Bau, ist urkundlich erstmals um 1327 erwähnt. In ihrer heutigen Gestalt geht die Kirche auf einen Neubau von 1694 zurück.

Augusto Giacometti hat 1935 die Kirche mit einem farbenprächtigen Glasbogenfenster verschönert, das er seinen Eltern gewidmet hat. "Christi Einzug in Jerusalem" heisst das Fenster in der Altarwand in der Kirche San Giorgio von Borgonovo.

Im Friedhof sind alle Künstler der Familie Giacometti beigesetzt: Giovanni, Alberto und Diego sowie Augusto. Auch Staatsrechtsprofessor Zaccaria Giacometti hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden.
Im Friedhof von San Giorgio sind, auf einer Gedenktafel, die Namen von Giovanni's Eltern zu lesen: Alberto Giacometti (1834 - 1900) und Catt. Ottilia nata Santi (1838 - 1904). Auf einer anderen liest man den Namen von Annetta's Vater, Giovanni Stampa Baldini (1834 - 1913), dem Gründer der Bergeller Kreisschule. Auf derselben Tafel ist auch dessen Tochter Cornelia Giacometti Stampa (1868 - 1905) aufgeführt, Annetta's Schwester und Mutter des eben erwähnten Zaccaria Giacometti. Professor Giacometti war also Cousin ersten Grades von Alberto und Diego, während Augusto Cousin ersten Grades von Zaccaria und Cousin zweiten Grades von Alberto und Diego war.  

Die Geschichte der Bergeller Künstlerdynastie begann früh. Sie ist genauso verzweigt wie ihr Werk.

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Da ün Giacometti e l'altar

Giacometti Art Walk

Alberto, neuer Fotoband

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Zaccaria Giacometti

Frühgeschichte Bergell

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Statements

Roger Fayet

Stampa und das Bergell bildeten den fortwährenden und verbindenden Bezugspunkt für vier der bedeutendsten Schweizer Künstler: Giovanni, Augusto, Alberto und Diego Giacometti. Diese historische Konstellation und das heute noch erhaltene Atelier eröffnen zusammen mit dem Bestand der Werke in der Ciäsa Granda die einmalige Chance, das im Kontext des Bergells stehende Schaffen aller vier Künstler einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) begegnet der Initiative mit grosser Sympathie und freut sich darauf, die Aktivitäten zum Aufbau des Centro Giacometti wissenschaftlich zu unterstützen.

Dr. Roger Fayet, Direktor des Schweizer Institutes für Kunstwissenschaft, Zürich, 25.5.12