Die vier Räume
Zum Angebot des zukünftigen Centro Giacometti werden vier Räume gehören:
1. Der Hauptbau „Centro Giacometti“ in Stampa: Es ist der Empfangsort für die Besucher, mit Eingangsfoyer, Shop, Räumen für Dauer- und Sonderausstellungen (thematische Ausstellungen, Originalwerke mit Bergeller Bezug), für Gruppenanlässe sowie mit Räumlichkeiten, in welchen die verschiedene Aspekte des Ortes und der Kunst vertieft werden können.
Im Bistro des Centro Giacometti werden sich die Besucher wohlfühlen. Im Hauptbau werden darüber hinaus das Gesamtangebot des Centro (Infozentrum über das Wanderangebot) und die Partner des Centro Giacometti vorgestellt.

2. Der Atelierweg: Der kleinste Themenweg im Dorfkern von Stampa und in seiner unmittelbar umgebenden Landschaft hat zum Ziel, die Besucherinnen und Besucher den Atelierbesuch zu ermöglichen und dabei das dazu notwendige Vorwissen in zwei umgenutzten Ställen und in inszenierten Landschaftsinseln zu vermitteln.
3. Der Künstlerweg: Der zweite, etwas längere und genau definierte Themenweg in der Umgebung von Stampa, zwischen Coltura und Borgonovo. Die Besucherinnen und Besucher werden zu den Lebens- und Arbeitsorten der Persönlichkeiten der Familie Giacometti (z.B. Staffeleistandorte, Orte der Inspiration) geführt. Das Kulturerlebnis entlang des Künstlerweges basiert auf Präsentationen in umgenutzten Ställen und auf Wissen, das im Freien vermittelt wird.
4. Von Stampa in die Welt: Mit diesem vierten Element wird eine virtuelle Brücke zwischen Stampa und der übrigen Welt geschlagen; es wird dadurch möglich sein, die Bedeutung der Aussenwelt für die Bergellerinnen und Bergeller sowie für die Künstler neu zu sehen und zu interpretieren. Gleichzeitig werden Orte und Inhalte im restlichen Teil des Bergells, von Maloja bis nach Chiavenna, präsentiert, wobei auch hier umgenutzte Gebäude genutzt werden können (z.B. Ställe in der Kulturlandschaft).
Statements
Guido L. Luzzatto
Was sollte, für Menschen, die die Kunst um des Menschenleben willen lieben, angenehmer sein, als eine solche Wohnstätte zu besuchen, die keine tote Gedenkstätte geworden ist, sondern als Umgebung eines Künstlerlebens noch dasteht und lebt, so wie sie war, als der junge Maler hier aus- und einging?
Guido L. Luzzatto, in einem Artikel in der "Neuen Bündner Zeitung" vom 20. Juli 1954 mit dem Titel "Besuch im Geburtshaus von Giovanni Giacometti"



