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Verein arco maloja: wertvolles Geschenk an das Centro Giacometti

Maloja und Stampa, 29.10.2021 / Am 28. Juni 2003 wurde in der Rotunde in Maloja die Schau «Giovanni Segantini» präsentiert, eine Dokumentation zum Leben, Schaffen und Sterben des Künstlers im Bergell und im Engadin. Bald danach musste die eigentlich als permanente Installation im «Segantini Atelier» in Maloja vorgesehene Ausstellung aber abgebaut und magaziniert werden. In den letzten zehn Jahren lagerte diese in einer Katakombe. Nun schenkte der Verein arco maloja die Ausstellung der Fondazione Centro Giacometti, die alles daransetzen wird, diese zu neuem Glanz zu verhelfen.

Als Dr. Beat Stutzer, Ramun Spescha und Silvio Schmed vom damaligen Verein Atelier Segantini vor zwanzig Jahren mit der Aufgabe beauftragt wurden, für die Neueinrichtung des hölzernen Rundbaus ein Konzept zu entwickeln, ging es ihnen in allererster Linie darum, den ursprünglichen Zweck des Baus als Pavillon und Modell für die Pariser Weltausstellung von 1900 wieder herzustellen, spürbar zu machen und zu vermitteln.
Die Dokumentations-Ausstellung (Fotografien, kurze Texte in drei Sprachen sowie Dokumente) stellt in insgesamt acht Kapiteln nicht nur das Leben, Schaffen und Sterben Giovanni Segantinis im Bergell und im Engadin vor, sondern rückt das Panoramaprojekt für Paris ins Zentrum. Weitere Abschnitte widmen sich dem Segantini Museum in St. Moritz und der Auseinandersetzung von Joseph Beuys mit Segantinis Schaffen und Denken. Sie schlägt damit auch einen Bogen zur Gegenwart.

Zwar lief die Ausstellung eine Weile am vorgesehenen Ort in Maloja, musste aber bald vor dem Hintergrund der Wirren um die Trägerschaft und um die Eigentümer der Liegenschaft abgebaut und magaziniert werden. Die Dokumentation «Giovanni Segantini» wurde eine Saison lang noch im Turm Belvedere und kurz auch in Mailand gezeigt, lagert aber nun seit Langem in einer Katakombe. Viele Leute, darunter auch die Autoren, bedauern dies, zumal erhebliche Sponsorengelder involviert waren. Weil die unterdessen zu Verein arco maloja umbenannte Trägerschaft definitiv keine Möglichkeit mehr sah, die Ausstellung anderswo in Maloja zu zeigen, übergab sie sie der Fondazione Centro Giacometti.

Geehrt und mit einigem Optimismus nahm die Fondazione aus Stampa das Geschenk an, zumal Giovanni Segantini die frühe künstlerische Entwicklung Giovanni Giacomettis massgeblich prägte; geografisch befindet sich das Giacometti-Dorf auch zwischen den beiden Wohnorten Segantinis in seinen letzten fünf Lebensjahren: Maloja und Soglio.

Das Centro Giacometti wird nun alle möglichen Anstrengungen unternehmen, die Ausstellung möglichst bald - provisorisch - in Stampa zu zeigen. Und sie wird es nicht unversucht lassen, sie wieder in Maloja aufzustellen, wo sie eigentlich hingehört.
Jedenfalls freuen wir uns auf die Unterstützung all Jener, die sich für die Vermittlung wichtiger kunsthistorischer Gegebenheiten engagieren wollen, und danken an dieser Stelle nochmals dem Verein arco maloja für das Vertrauen und das wertvolle Geschenk.

Marco Giacometti, Präsident der Fondazione Centro Giacometti

 

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Flavio Cotti

Aus dem Brief der Ulrico Hoepli-Stiftung vom 12. Juni 2014, mit dem die finanzielle Unterstützung des Buchprojektes „Giacometti. Eine Künstlerdynastie“ mitgeteilt wird: „Diese Auszeichnung erfolgt in Anerkennung der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Werkes“.

Bundesrat Flavio Cotti, Präsident