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Ulrika Sparre: die Künstlerin, die auf Steine hört

Vom 29. bis zum 31. Oktober 2021 weilte die Schwedin Ulrika Sparre in Stampa, begleitet vom Fotografen Fredrik Sweger und von der Kunsthistorikerin Virginia Marano. Sparre besuchte gezielt Steine, um ihre Erzählungen zu hören. Sie hielt sich lange in der Höhle unter dem goldenen Monolithen auf, untersuchte den schwarzen Block auf Cresta und lauschte den grossen Gesteinen am Fusse des Hügels San Pietro zu. Vor ihrer Abreise besuchte die Künstlerin noch den Friedhof von San Giorgio, wo sie vor den Grabsteinen innehielt und aufmerksam zuhörte.


Ulrika Sparre hat die Welt bereist - mit den Ohren auf dem Grund -, auf der Spur nach den Tönen der Erdkruste und der Sprache des Gesteins. Auch Stampa wurde nun Ziel Ihrer Suche, nachdem sie Albertos Schriften über dessen Jugenderfahrungen mit grossen Steinen studiert hatte. Sie brachte vier schwarze Steine aus Ihrer Heimat mit, und nahm vier kleine Stücke zurück nach Schweden: ein fairer Tausch, wie sie sagte.

 

Möglich, dass Ihre Erlebnisse im Bergell etwas auslösen in ihr. Ein ganz neues Projekt - mit Steinen und Tönen - möchte sie umsetzen. Etwas, was sie noch nie gemacht hat. Vielleicht sehen wir sie wieder, hier in Stampa, nächstes Jahr. Möglicherweise kommt sie mit einer Idee aus Schweden, wie sie uns an ihre Erlebnisse teilhaben lassen kann. Wir freuen uns darauf. Tills vi ses igen, Ulrika and Fredrik!

Marco Giacometti, Präsident Amici del Centro Giacometti

 

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Guido L. Luzzatto

Was sollte, für Menschen, die die Kunst um des Menschenleben willen lieben, angenehmer sein, als eine solche Wohnstätte zu besuchen, die keine tote Gedenkstätte geworden ist, sondern als Umgebung eines Künstlerlebens noch dasteht und lebt, so wie sie war, als der junge Maler hier aus- und einging?
Guido L. Luzzatto, in einem Artikel in der "Neuen Bündner Zeitung" vom 20. Juli 1954 mit dem Titel "Besuch im Geburtshaus von Giovanni Giacometti"