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Oppermann-Ausstellung «Wie es mich sehen liess»

In der Ausstellung «Wie es mich sehen liess» im Centro Giacometti im September – Oktober 2021 greift Matthias Oppermann ein zentrales Thema der Kunst Alberto Giacomettis auf: malen und gestalten, was der Künstler sieht. Der Psychoanalytiker führt Schlüsselmomente in der Biografie des Bergeller Künstlers auf und stellt diesen besonderen Ereignissen sich daraus ergebende Schlüsselwerke gegenüber, die Umsetzung in der Kunst also. Oppermann analysiert in diesem Ausstellungsteil schliesslich die theoretischen Grundlagen des «Sehens» bei Alberto Giacometti.

Vernissage: Samstag, 4. September 2021 um 15.00 Uhr / 17.30 - 18.30 Uhr Vortrag von Dr. Oppermann: "Die Transformation des Traumatischen in der Kunst von Alberto Giacometti".


In einem weiteren Teil der Schau zeigt der Maler Oppermann eigene Zeichnungen und Gemälde mit Bergeller Landschaften. Dabei legt er den Fokus auf Ausschnitte, die in der Malerei sonst nie vorkommen: Orte und Strecken, die der Wanderer entlang seines Weges hin zum Ziel anschaut. Er visualisiert unterschlagene Eindrücke beim Laufen, beim passiven Herumschweifen des Blickes auf Nebenschauplätze, verloren geglaubte Eindrücke, die tief im Bewusstsein zur Wahrnehmung einer erlebten Landschaft beitragen. In neueren Arbeiten drängen sich Körperstrukturen in die Landschaften und thematisieren die eigene Fragilität angesichts der Landschaft.

Zur Eröffnung der Ausstellung hält Matthias Oppermann den Vortrag «Die Transformation des Traumatischen in der Kunst von Alberto Giacometti»

links: Tal (2020)
Aquarell, Kreiden auf Leinwand
60 x 50 cm
rechts: Cacciabella (2020)
Aquarell, Kreiden auf Leinwand
60 x 50 cm

Ausstellung «Wie es mich sehen liess», Transformationen von Leben in Kunst bei Alberto Giacometti und Bilder von Matthias Oppermann
Zeit: vom 4. September bis zum 17. Oktober 2021
Ort: Salone Centro Giacometti, Strada cantonale 119, CH-7605 Stampa
Öffnungszeiten:
A) Bergeller Landschaften von Matthias Oppermann: Samstag und Sonntag: 10:00 - 12.00 & 15:00 - 17:00. Dienstag und Mittwoch: 15.00 & 17:00 
B) Das Sehen bei Alberto Giacometti: Dienstag bis Sonntag: 10:00 - 12.00 & 15:00 - 17:00
Montag geschlossen
Preise: freier Eintritt

Veranstalter: Fondazione Centro Giacometti, Stampa
Leihgeber: Matthias Oppermann, Hamburg
Kuratorin der Werk-Ausstellung: Virginia Marano, Universität Zürich

Mit der finanziellen Unterstützung von
Comune di Bregaglia
Amt für Kultur Graubünden / Swisslos
Julien Schoenlaub
Fondazione Centro Giacometti

Vorwort des Ausstellungskataloges von Marco Giacometti

Selten zeigt ein Künstler an einer Adresse zwei Ausstellungen gleichzeitig. Dr. Matthias Oppermann tut in Stampa gerade das.
Das Engadin und das Bergell erlebt und erkundet er seit vielen Jahren als Maler, der die vorbeiziehende Landschaft in sich wirken lässt und mit dem Dasein als Mensch verbindet. Und als Psychoanalytiker untersucht er Alberto Giacomettis Werk aus einem alternativen, höchst aufschlussreichen Blickwinkel, aus der Künstlererfahrung heraus. Grund genug, Oppermanns Werk und Analysen im Centro Giacometti zu zeigen und zu versuchen, Kunst anders als üblich wahrzunehmen. Möglicherweise wird man das eigene Bild von Malerei und Bildhauerei stärker als bisher mit der Biografie des Künstlers in Verbindung bringen. Mit seinen Schicksalsschlägen und den Versuchen, durch Kunst zu wachsen.
Wir sind Matthias Oppermann ausserordentlich dankbar, dass er uns an seiner Art, die Welt zu sehen und das Werk Giacomettis zu deuten, teilhaben lässt und heissen ihn in Stampa herzlich willkommen.


 

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Statements

Guido L. Luzzatto

Was sollte, für Menschen, die die Kunst um des Menschenleben willen lieben, angenehmer sein, als eine solche Wohnstätte zu besuchen, die keine tote Gedenkstätte geworden ist, sondern als Umgebung eines Künstlerlebens noch dasteht und lebt, so wie sie war, als der junge Maler hier aus- und einging?
Guido L. Luzzatto, in einem Artikel in der "Neuen Bündner Zeitung" vom 20. Juli 1954 mit dem Titel "Besuch im Geburtshaus von Giovanni Giacometti"