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Reise in die Region Emilia: auf Bergeller Spuren

Die diesjährige Kulturreise fand vom 25. bis 28. Mai 2017 statt und hat die Teilnehmer nach Parma, Modena, Sassuolo und Mantova gebracht. Der Vorschlag für diese Reise stammt von Achille Albertelli, Mitglied der Amici, der in Parma aufgewachsen ist. Diese Region war in der Vergangenheit für die Bergeller ein begehrtes Auswanderungsziel. Die Reisegruppe ging da vor allem auf Spurensuche der einst berühmten Distillerie Stampa die im Jahre 1804 im Herzogtum von Modena in Sassuolo durch Lucio Bazzigher gegründet und später von Salice Fasciati übernommen wurde. Die letzten Bergeller Besitzer waren Carlo Stampa, gestorben im Jahre 1990 und dessen Tochter Susanna Stampa, die heute noch in Sassuolo lebt. Sie hat einen Abend mit der Gruppe verbracht und dabei allen ein Glas des berühmten, mit Sternanis aus China hergestellten Likörs Sassolino Stampa offeriert.

Die Distillerie Stampa besteht heute noch im Industriequartier von Sassuolo und ist im Besitze der örtlichen Familie Chicchi (Sassolino Stampa). Leo Mörikofer von Zürich und Casaccia hat uns freundlicherweise einen Bericht über die Geschichte der Bergeller Auswanderer in die Region Emilia übergeben (Bergeller und Engadiner in Modena).


 

Die Partisanen um Modena und Sassuolo benutzten während dem letzten Weltkrieg den Geheimcode „il Sassolino è buono“ um ihren Verbündeten den Erhalt von Waffen und Munition mitzuteilen. Das veranlasste die Amici, die ehemalige Republik Montefiorino in Richtung Appennin zu besuchen. Hier wurden Sie durch den Bürgermeister empfangen und besuchten die Ausstellung im Museo della Resistenza. Die kompetente Führung im Museum wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Die grauenhaften Überfälle durch die deutschen Nationalsozialisten und die Verteidigungen der Partisanen wurden eindrücklich geschildert. Das neue und mit modernsten Mitteln konzipierte Museum befindet sich in der Rocca di Montefiorino. Es zeigt nicht nur Originalgegenstände wie Waffen und andere Utensilien, sondern veranschaulicht auch Aussagen in Wort und Bild aus dieser Zeit.


Im besonderen Ambiente konnten die Amici die bekannte emilianische Gastronomie geniessen. Unvergessen bleibt das Mittagessen in der Trattoria Corrieri in Parma mit der für den Ort typischen Torta fritta oder das Mittagessen im gemütlichen Restaurant Lucenti in Montefiorino. In Parma wurde im Complesso della Pilotta das ganz in Holz konstruierte Theater Farnese bewundert und die Pinacoteca mit mehr als 700 Malereien vom Mittelalter bis ins zwanzigste Jahrhundert besucht. Modena und seine Umgebung ist besonders durch seine landwirtschaftlichen Erzeugnissen bekannt: ein Besuch in einer Acetaia zeigte wie der berühmte Aceto balsamico di Modena hergestellt wird. In einer Käserei konnte die Herstellung des Parmigiano Reggiano besichtigt werden. Nach dem Besuch des Museums Enzo Ferrari in Modena konnten die Amici die Stadt erkundigen. Der letzte Tag brachte die Gruppe auf einem Boot auf den Seen bei Mantova und auf dem Fluss Mincio in dem vom WWF geschützten Naturreservat. Nach einem Besuch der mittelalterliche Stadt mit feinem Mittagessen wurde die Reise zurück ins Bergell angetreten.


Fotos: Rodolfo Fasciati, Giulio Giovanoli, Carla Robbi

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Andreas Kley

 

Ich wollte Sie nur wissen lassen, dass ich das Projekt des Centro Giacometti gerne unterstütze, soweit es Zaccaria Giacometti anbelangt.
Prof. Dr. Andreas Kley, Ordinarius, Lehrstuhl für öffentliches Recht, Verfassungsgesschichte sowie Staats- und Rechtsphilisophie am Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich, 20. August 2010