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Fand Worte für die Kunst – Reinhold Hohl. Ein Nachruf

Reinhold Hohl, Kunsthistoriker, Dr. phil., Lehrbeauftragter (Titularprofessor) an der Abteilung für Geistes- und Sozialwissenschaften der ETH Zürich (1988 bis 1994), ist am 9. August 2014 im Pflegeheim Rheinfelden gestorben. Der 1929 in Zürich geborene, in Basel aufgewachsene Hohl leitete von 1983 bis 1991 die graphische Sammlung der ETH Zürich. In Zürich – wie von 1972 bis 1976 in New York – hielt er regelmässig kunstgeschichtliche Vorlesungen.

Hohl war ein Alberto Giacometti-Spezialist. Fünf Jahre nach dem Tod Alberto Giacomettis veröffentlichte Reinhold Hohl die mit grösserem Anspruch angegangene Giacometti-Monografie im Hatje Verlag in deutscher, englischer und französischer Sprache. Wiederum bei Hatje folgte 1998 das von Hohl verfasste Buch mit dem Titel „Giacometti, eine Bildbiographie“. Hohl schrieb zahlreiche weitere Texte über den ihm so nahestehenden Künstler, dessen Oeuvre er dem Leser thesenartig prägnant und in überraschenden Formulierungen nahebrachte. Vorträge über Giacometti hielt er oft in freier Rede. Man merkte, dass sich hier nicht nur ein sorgfältig untersuchender Kunsthistoriker, sondern ein der Belletristik verbundener Liebhaber der Materie in geschliffener Formulierung äusserte.

Reinhold Hohl war nach einem lähmenden Schlaganfall fast drei Jahre lang an das Bett gebunden. Seine Sprachfähigkeit war zuletzt stark eingeschränkt. Dem tragisch herbeigeführten, jammervollen Zustand setzte der Tod am 9. August ein Ende. Wir aber sind dankbar für Reihold Hohls reiches Lebenswerk.

(Zusammengestellt aus Informationen von Rainer Michael Mason und Dieter Koepplin)

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Andreas Kley

 

Ich wollte Sie nur wissen lassen, dass ich das Projekt des Centro Giacometti gerne unterstütze, soweit es Zaccaria Giacometti anbelangt.
Prof. Dr. Andreas Kley, Ordinarius, Lehrstuhl für öffentliches Recht, Verfassungsgesschichte sowie Staats- und Rechtsphilisophie am Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich, 20. August 2010