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Neue Rosen für das Atelier Giacometti in Stampa

Stampa, 4.6.11 / Die Freunde des Centro Giacometti haben heute vor dem Atelier Giacometti in Stampa einen Rosenstrauch gepflanzt. Sie haben sich dabei an ein Foto von Henri Cartier-Bresson aus dem Jahr 1961 inspiriert: es zeigt Alberto der, von der Strasse aus, einige Worte mit der alten Mutter Annetta austauscht, die auf der Holzlaube steht; ein dichtes Rosengebüsch blüht im Gärtchen. Mit der heutigen Rosenpflanzung wollen die Amici bedeutende Momente in Erinnerung rufen, auf dem Weg zur Eröffnung des Centro Giacometti im Jahr 2016.

Das von Henri Cartier-Bresson aufgenommene Bild in Stampa ist geschichtsträchtig: im Verlauf des Sommers 1961 wechselt Giacometti, beim Atelier von der Strasse aus, einige Worte mit der Mutter Annetta. Alberto hebt seinen rechten Arm in Richtung der Holzlaube von der er selbst, aber auch sein Vater Giovanni, zahlreiche Bilder der Umgebung gemalt haben: der Familiengarten mit den Bäumen, der gegenüber stehende Stall, auf der rechten Seite das Hotel der Familie. Im Gärtchen vor dem Atelier, das von einer kleinen, vorstehenden Mauer mit Holzzaun abgegrenzt ist, blüht ein grosser Rosenstrauch.

Heute, 50 Jahre später, hat sich die Situation in Stampa stark gewandelt. Das Atelier steht ungenutzt hier. Sehr wenige Leute von damals sind noch da, andere sind zugezogen. Die Gartenmauer wurde kürzlich nach hinten verschoben, um dem Gehsteig Platz zu machen. Der Rosenstrauch mit den weissen Blühten ist nicht mehr da. Geblieben sind einige Äste des ursprünglichen Goldröschen (Kerria japonica).
Die heutigen Fotos sind farbig, das Graue des Cartier-Bresson-Fotos ist Symbol für das Verflossene, das nicht in Vergessenheit geraten darf.

Pucci Corbetta aus Mailand hat die Initiative zur Wiederbelebung des Atelier-Gärtchens ergriffen. Zusammen mit Laura Semadeni-Dolfi, die gegenüber dem Atelier aufgewachsen ist, hat sie die u pflanzenden Rosen ausgewählt. In einer schlichten Feier hat eine Gruppe von Freunden des Centro Giacometti aus Mailand und aus dem Bergell der Pflanzung beigewohnt. Anwesend war auch Anna Giacometti, Präsidentin der Gemeinde Bregaglia.

Die Nutzung des Atelier Giacometti, im Besitz der Società culturale di Bregaglia / sez. PGI, ist kürzlich den Freunden des Centro Giacometti übertragen worden. Im Verlauf dieses Jahres wird das Gebäude genau vermessen; darüber hinaus wird die Art analysiert, wie dieses bedeutende Ort der Erinnerung in Zukunft für Interessierte zugänglich gemacht werden kann.

Freunde des Centro Giacometti

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Statements

Stefan Engler

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Die Initiative des Bergells, ein Kulturzentrum zu Ehren von Alberto Giacometti zu eröffnen, ist lobenswert. Ich kann zwar nicht versprechen, dass es anlässlich der Einweihung im Jahr 2016 eine Bahnverbindung mit dem Bergell geben wird, ich kann Ihnen aber unser Wohlwollen und unsere Sympathie für dieses Projekt versichern!

Ständerat Stefan Engler, Präsident des Verwaltungsrates der Rhätischen Bahn, 17.5.2011

 
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